Wir über uns

Gemini

Die Zwillinge bilden ein lang gezogenes Rechteck. Die auffällig hellen Sterne Castor (Kastor) und Pollux bilden die beiden nordöstlichen Eckpunkte.

Durch den östlichen Teil der Zwillinge zieht sich das Band der Milchstraße, daher findet man in diesem Bereich mehrere offene Sternhaufen.

Da die Zwillinge auf der Ekliptik liegen, ziehen Sonne, Mond und die Planeten durch das Sternbild. Es gehört daher zu den Tierkreiszeichen.

Die Zwillinge gehören zu den 48 Sternbildern der antiken Astronomie, die bereits von Ptolemäus beschrieben wurden. Im Jahre 1930 wurde der Zwergplanet Pluto bei der Auswertung fotografischer Platten in den Zwillingen entdeckt.

Taurus

Der Stier steht nördlich des auffälligen Orion am Himmel. Der V-förmige offene Sternhaufen der Hyaden, des „Regengestirns“, bildet den Kopf des Stiers. Der auffällige rötliche Stern Aldebaran stellt das Auge dar. In einigem Abstand östlich der Hyaden stehen die Sterne Elnath und Tauri, welche die Hörnerspitzen darstellen. Nordwestlich der Hyaden steht der offene Sternhaufen der Plejaden – auch Siebengestirn genannt – am Himmel. Der Stier kann vom Herbst bis zum Frühjahr beobachtet werden.

Durch das Sternbild zieht sich die Ekliptik, daher wandern die Sonne, der Mond und die Planeten hindurch. Der Stier gehört damit zu den Tierkreiszeichen. Seit 1990 steht die Sonne während der Sommersonnenwende im Sternbild Stier, vorher stand sie zu diesem Zeitpunkt in den Zwillingen.

Der Stier gehört zu den ältesten Sternbildern und war bereits den früheren Hochkulturen bekannt. Früheste Erwähnung findet ein Sternbild Stier (Taurus oder Centaurus) bei den Sumerern im 3. Jahrtausend v. Chr. Das Sternbild Stier ist eines der 48 klassischen Sternbilder, die von Ptolemäus beschrieben wurden.

Die Hyaden tragen auch den Namen Regengestirn, da ihr abendlicher Aufgang im Herbst eine regenreiche Jahreszeit ankündigte. Bei den alten Griechen galten die Hyaden als eigenes Sternbild. Zusammen mit den Plejaden bilden sie das sogenannte Goldene Tor der Ekliptik.

Im Jahre 1054 leuchtete im Stier eine Supernova auf, das Ereignis wurde von chinesischen Astronomen aufgezeichnet. Der Überrest der Sternexplosion ist heute als Krebsnebel sichtbar. Der französische Astronom und Kometenjäger Charles Messier nahm den Nebel als erstes Objekt in seinen Katalog (Messierkatalog) auf.